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EM-Qualifikation: Kritik an deutscher Nationalmannschaft nach 4:0 gegen Gibraltar

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Mit einem 4:0 gegen Fußball-Zwerg Gibraltar konnte die deutsche Nationalmannschaft ihre Schwächephase nach dem WM-Triumph bei der WM 2014 in Brasilien noch nicht beenden. Im Gegenteil, es hagelt Kritik von allen Seiten an der Darbietung des Weltmeisters. Bundestrainer Joachim Löw und auch die Spieler sind alles andere als zufrieden.

17 Tore hatte der UEFA-Neuling in seinen ersten drei EM-Qualifikationsspielen kassiert. Gegen Polen und Irland setzte es jeweils sieben Gegentreffer. Das war die Messlatte, an der sich das DFB-Team messen lassen musste. Aber mit einer wenig überzeugenden Darbietung in der zweiten Halbzeit ließ die deutsche Mannschaft ihren Gegner sogar zu Torchancen kommen. Es ist nur Torhüter Manuel Neuer zu verdanken, dass Gibraltar nicht seinen allerersten Treffer in einem Pflichtspiel überhaupt geschossen hat.

Bundestrainer Joachim Löw nahm deswegen in der Pressekonferenz nach dem Spiel auch kein Blatt vor den Mund. Er sei nicht zufrieden, vier Tore seien zu wenig. Er habe sich von der Mannschaft mehr erwartet, vor allem in der zweiten Halbzeit. Jerome Boateng sagte ähnliches. In der ersten Halbzeit habe es das Team gut gemacht, in der zweiten Hälfte aber wären viel zu wenig Torchancen heraus gearbeitet worden.

Die Presse ging gar nicht nett mit dem Weltmeister um. Die Mannschaft habe "orientierungslos" gespielt, schrieb die spanische Zeitung "Marca". Und AS meldete, Deutschland habe "zwischen Mitleid und Faulheit wie betäubt" gewirkt. Allgemein wurde der Gegner gelobt. Gibraltar hätte mit ihren Mitteln sehr gut verteidigt, meinte Lukas Podolski. Und Toni Kroos sagte, dass es solche Spiele eben geben müsse. "Hauptsache gewonnen", war am Ende der Tenor des deutschen Teams.

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