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Ehemaliger 'Tour-Sieger' Floyd Landis gesteht jahrelanges Doping

Wer hätte das noch gedacht, Jahre nach seinem skandalösen Gewinn bei der Tour de France gesteht der US-amerikanische Profi-Radsportler Floyd Landis jahrelanges und systematisches Doping. Unter der Woche schrieb der aus Pennsylvania stammende Landis zahlreiche Emails an Sportverbände und Anti-Doping-Beauftragte und beschuldigte darin auch seinen ehemaligen Teamkollegen Lance Armstrong.

Nach seinem Sieg in Frankreich im Jahre 2006 war Landis des Testosteron-Dopings überführt worden – erst nach einem monatelangen Prozessmarathon war ihm der Titel endgültig aberkannt worden. Während der Verhandlungen hatte Landis stets die Einnahme illegaler Mittel geleugnet. Doch damit ist nun Schluss, wie der Radsportler erklärte, wolle er seinem Gewissen endlich Luft machen.

Bereits seit 2002 habe er intensiv und auf vielen Ebenen Doping betrieben haben, auch Verbands-Funktionäre beschuldigte Landis, an den Machenschaften beteiligt gewesen zu sein. Dem Sportsender ESPN gegenüber sagte der Sportler: 'Ich will mein Gewissen bereinigen. Die Verjährungsfrist für viele Dinge, die ich weiß, endet im nächsten Monat. Wenn ich jetzt nichts sage, hat es keinen Sinn, jemals etwas zu sagen.'

Ob die Aussagen, die laut Informationen von Sport1.de auch explizit in Richtung Lance Armstrong zielten, in den kommenden Wochen noch Konsequenzen nach sich ziehen werden, ist unklar. In jedem Falle gab es wohl noch keinen Radsportler, der noch während seiner aktiven Karriere derart offen die Einnahme von Dopingmitteln gestanden hätte so wie Floyd Landis nun.

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