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Droht dem Kampf Klitschko gegen Chagaev die Absage?

Eigentlich hätte Box-Weltmeister Wladimir Klitschko an diesem Samstag in der Arena auf Schalke gegen den Briten David Haye boxen sollen, dieser sagte aber ab, und so musste rasch ein neuer Gegner für Klitschko gefunden werden. Aber auch der Kampf gegen Ruslan Chagaev steht scheinbar auf wackligen Füßen, denn der Berliner Boxmanager Mario Pokowietz will den Kampf mit juristischen Mitteln verhindern.

In einem Schreiben an das Gesundheitsamt hieß es: "Es bestehe die Gefahr, dass einzelne Personen oder die Mehrzahl der Personen mit Hepatitis-B angesteckt werden könnten." Hintergrund ist eine Ansteckung mit dem Virus bei Chagaev vor einigen Jahren, und in der Tat wurde noch Ende Mai sein geplanter Kampf gegen Viktor Valuev nach einer Blutuntersuchung abgesagt.

Die deutschen Ärzte aber sahen bislang keine akute Gefahr und gaben grünes Licht für den WM-Kampf, bei dem es immerhin um die Titel der Verbände von IBF und WBO geht. So sagte Universum-Arzt Michael Ehnert: "Ruslan Chagaev hat vollständig normale Leberwerte. Seit Erwerbung der Hepatitis-B vor vielen Jahren ist Ruslan lediglich Träger eines Hepatitis-B-Antigens. Dieses hat nicht zu einer Erkrankung geführt."

Außerdem hatte Wladimir Klitschko selbst im Vorfeld des Boxkampfes erklärt, keine Bedenken zu haben und heiß auf den Kampf zu sein. Mario Pokowietz allerdings interessiert dies wenig, er fordert weiterhin: "Der darf hier nicht boxen! Der darf nirgendwo boxen!" Das Gesundheitsamt reagierte indes ebenfalls gelassen auf die Anzeige von Pokowietz, beim Kampf zwischen Klitschko und Chagaev sollen lediglich "zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen" eingeleitet werden.

Quelle: Sportal.de
Bild: Boxing.de, YouTube

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