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Die Trainersuche bei Hannover 96 wirkt planlos

Nicht ganz überraschend hat Hannover 96 seinen Trainer Mirko Slomka nach dem Abschluss der Bundesliga-Hinrunde in der Winterpause entlassen, umso überraschender ist allerdings, dass der Verein anscheinend keinen Plan für die Nachfolge in der Schublade hatte. Und deswegen ist jetzt Sportdirektor Dirk Dufner unter Zugzwang, einen Übungsleiter zu finden, der nicht nur Übergangslösung sein soll.

Denn das wollen die 96er auf keinen Fall. Einen sogenannten "Feuerwehrmann" zu installieren, der den in Abstiegsgefahr geratenen Verein bis zum Saisonende retten und dann seinen Stuhl räumen soll, wäre keine Option, sagte Dufner gegenüber dem Sportmagazin "Kicker": "Das wäre in jeder Hinsicht kompliziert, denn arbeitet er gut, wäre es schwierig, ihn wieder gehen zu lassen. Arbeitet er schlecht, wäre es ohnehin gefährlich."

Murat Yakin, der Trainer vom FC Basel, kam letztens ins Gespräch, aber das ist wohl nicht mehr als ein Gerücht. Man müsse sich an der Machbarkeit orientieren und Yakin stehe in Basel unter Vertrag, sagte Dufner. Weitere Kandidaten sollen der ehemalige Bundesligaprofi Laurentiu Reghecampf, der derzeit Steaua Bukarest trainiert und der derzeit vereinslose Trainer Ricardo Moniz sein.

Das sind aber alles keine besonders große Namen mit bisher wenig Reputation. Ob das für einen Verein wie Hannver 96, der sich eigentlich im Kampf um die europäischen Plätze sieht, reicht, ist fraglich. Das gilt auch für den Trainer des SC Paderborn, André Breitenreiter. Doch der sei intern sowieso nie ein Thema gewesen, sagte Dufner. Alles wirkt ein wenig merkwürdig, vor allem, wenn man bedenkt, dass Clubchef eigentlich unbedingt mit Mirko Slomla weiter machen wollte. Nun steht der Verein unter Druck, einen neuen Übungsleiter zu finden. Am 5. Januar ist Trainingsauftakt, da soll der neue Mann feststehen.

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