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Weltfußballer des Jahres 2012: Neuer und Özil sind dabei

In Deutschland wird die Europameisterschaft 2012 eher als nicht erwähnenswert angesehen, in der Welt sieht man das offenbar anders. Denn immerhin sind zwei deutsche Nationalspieler in der Verlosung zum Weltfußballer des Jahres 2012. Das gab das Fachmagzin "France Football" und die FIFA am Montag bekannt. Mesut Özil und Manuel Neuer haben es geschafft.

Der ehemalige Bremer Özil, der nach glanzvollen Vorstellungen bei der WM 2010 in Südafrika zu Real Madrid wechselte, konnte zwar bisher keine ganz großen Titel gewinnen, aber er gehört jetzt schon zu den besten Mittelfeldakteuren der Welt. Es ist schon erstaunlich, wie schnell er sich im Haifischbecken Real Madrid durchgesetzt hat. Aber wird Mesut Özil auch der Weltfußballer 2012?

Wohl eher nicht, denn da haben einige seiner Mannschaftskameraden und Spieler vom Rivalen FC Barcelona doch bessere Chancen. Favorit ist wie eigentlich jedes Jahr Lionel Messi vom FC Barcelona. Der Argentinier konnte schon dreimal die UEFA Champions League gewinnen. Erst gestern erhielt er den Goldenen Schuh für den Besten Torschützen in der Champions League 2011/2012. Messi war die letzten drei Male Weltfußballer des Jahres. Es wäre keine Sensation, wenn die Jury ihn wieder küren würde.

Allerdings hat ihm sein Mannschaftskamerad Andrés Iniesta schon die Trophäe der UEFA zum Best Player in Europe 2012 weggeschnappt. Der Spanier konnte während der EM glänzen, bei der er mit seinem Nationalteam den Titel erfolgreich verteidigte. Messi kam diesen Sommer dagegen nicht bei einem großen Turnier zum Einsatz. Schafft es also der Spanier?

Da ist aber immer noch Superstar Cristiano Ronaldo von Real Madrid. Der Portugiese steht immer ein wenig im Schatten von Messi und konnte bisher nicht so viele individuelle Trophäen abräumen. Wahrscheinlich geht CR7 auch diesmal leer aus.

Nur geringe Außenseiterchancen hat außerdem Manuel Neuer von Bayern München. Der Torwart schaffte es mit seinem Verein in der vergangenen Saison nur zu drei Vizetiteln. In Meisterschaft und DFB-Pokal mussten sich die Bajuwaren jeweils Borussia Dortmund geschlagen geben. Und das Champions League-Endspiel im eigenen Stadion verloren sie gegen ein biederes FC Chelsea im Elfmeterschießen, obwohl die Bayern eine Minute vor Schluss der regulären Spielzeit schon wie die sicheren Sieger aussahen.

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