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Die FIA hebt ab der kommenden Saison das Stallorder-Verbot auf

Ab der kommenden Saison werden in der Formel 1 wieder einmal eine gehörige Anzahl an Neuregelungen eingeführt – wie Sport1.de berichtet, hebt der Motorsportverband FIA unter anderem die umstrittene Stallorder auf. Damit reagiert die Formel 1 auf die anhaltende Kritik an dem Verfahren, das in den letzten Rennen ohnehin immer wieder aufgeweicht, umgangen und verwässert wurde.

Am Ende dürfte es die schwer nachprüfbare Sachlage gewesen sein, vor der die Verantwortlichen der FIA immer gestanden haben. Denn obwohl laut Reglement die Anweisung des Teams, einen stärkeren Fahrer aus dem eigenen Team auf der Rennstrecke vorsätzlich vorbeizulassen, verboten war, kam es im Rennen immer wieder zu genau diesen Situationen. Dies erlaubte bislang die Ausnahmeregel, dass eine vorherige Absprache zwischen den Fahrern eben doch rechtlich in Ordnung sei.

So kam es unter anderem zu den absurden Entscheidungen, Ferrari Ende Juli mit einer Geldstrafe von 100.000 Dollar für eine Stallorder zu belegen, nachdem Felipe Massa seinen Kollegen Fernando Alonso hatte überholen lassen. Die Punkte aber, die der Spanier dadurch ergatterte, durfte er behalten. Viele sprachen im Anschluss daher vom sog. 'Gummi-Paragrafen 151c' – und genau diesen wird es daher ab der kommenden Saison nicht mehr geben.

Gleichwohl behielt sich die FIA vor, 'jedes betrügerische Verhalten zum Nachteil der Interessen des Wettbewerbs' nachträglich zu bestrafen. Doch dieser zusätzliche Passus dürfte ab sofort noch weniger zum Tragen kommen als dies in der Vergangenheit der Fall war. Fans der Formel 1 dürfte es allerdings freuen, durch die Abschaffung des Stallorder-Verbots könnte es in der kommenden Saison wieder zu deutlich mehr Taktik im Rennen kommen.

Bild: United Autosports(Flickr), YouTube

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