Excite

Die Doppelmoral des Uli Hoeneß

Die Nachricht platzte am Samstag kurz vor dem Start der Samstagspiele in der Fußball-Bundesliga wie eine Bombe: Uli Hoeneß hat sich selbst bei der Steuerbehörde angezeigt. Jahrelang hat er die Einnahmen aus seiner Wurstfabrik auf ein Schweizer Konto fließen lassen.

Die Selbstanzeige hat Uli Hoeneß wohl schon im Januar gemacht. Damals hatte laut der WELT das Magazin Stern einen Artikel über Schwarzgeldkonten gebracht. Und da soll auch ein "Spitzenvertreter der deutschen Bundesliga" dabei sein. Es ginge um Beträge in dreistelliger Millionenhöhe.

Angeblich soll im März schon die Wohnung des Bayern-Präsidenten untersucht worden sein. Nach außen hin wahrte Hoeneß aber die Fassade und ließ sich nichts anmerken. Er dürfte aber schon lange gewusst haben, dass sich die Schlinge fester zuzieht. Nun bekommt er es mit der Steuerbehörde zu tun.

Und weil Uli Hoeneß jahrelang gerne gegen andere Leute, die sich unkorrekt verhalten haben, öffentlich gewettert hat, spricht man nun von seiner Doppelmoral. Einerseits als Saubermann auftreten und andererseits den deutschen Staat um viele Steuermillionen betrügen. Ist so ein Mensch noch haltbar als Präsident von Bayern München? Hoeneß selbst denkt jedenfalls nicht an Rücktritt.

Deutschland - Excite Network Copyright ©1995 - 2017