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Die verschiedenen DFB-Bundestrainer und ihre Erfolge

Mit einigem Grausen erinnern wir uns an die Weltmeisterschaft 2018 in Russland, bei der Deutschland als Titelverteidiger angetreten ist und schon in der Vorrunde ausschied. Die Schuld dafür bekommt Bundestrainer Joachim Löw in die Schuhe geschoben, den viele Fußballfans schon länger sehr kritisch sehen, obwohl er einigen Erfolg hatte. Es heißt, man sei nicht wegen ihm, sondern trotz ihm Weltmeister geworden. Das ist nicht ganz gerecht, denn dann müsste es bei Misserfolg ja genauso sein. Deswegen schauen wir mal, was Joachim Löw bisher so geleistet hat. Und tatsächlich ist er mit einem Punkteschnitt von 2,11 Punkten in 171 Spielen und seinen Erfolgen bei Turnieren der erfolgreichste Bundestrainer aller Zeiten. Er führte die DFB-Elf ins EM-Finale 2008, auf den 3. Platz bei der WM 2010, bei der EM 2012 und 2016 jeweils ins Halbfinale und zum Weltmeistertitel 2014. Na gut, die letzte WM war gar nichts, aber wenn man sich diese Bilanz so ansieht, ist es nicht vollkommen verständlich, warum er so unbeliebt ist.
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Franz Beckenbauer

Nach dem Vorrunden-Aus bei der EM 1984 war das Geschrei groß und der Kaiser wurde gebeten, das Ruder zu übernehmen. Da Franz Beckenbauer keine Trainerlizenz hatte, war er der Teamchef. Unter seiner Führung erreichte die Fußball-Nationalmannschaft das WM-Finale 1986, das Halbfinale bei der EM 1988 und wurde 1990 Weltmeister. Er hat genau 2,0 Punkte im Schnitt geholt nach 66 Länderspielen unter seiner Leitung. Nach dem Triumph von Rom trat er dann ab.

Berti Vogts

Anschließend übernahm Berti Vogst das Ruder und er war von Anfang nicht besonders beliebt. Man kreidete im die Niederlage im EM-Finale 1992 gegen Dänemark an, das quasi aus dem Urlaub geholt wurde, um überraschend am Turnier teilzunehmen. Noch schlimmer fand das jeweilige Aus im Viertelfinale bei den WM 1994 und 1998. Zwischendurch holte er aber 1996 den Europameistertitel. Und mit 2,18 Punkten in 102 Spielen hat er den besten Punkteschnitt.

Jupp Derwall

Eine sehr erfolgreiche Zeit hatte die DFB-Mannschaft auch unter Trainer Jupp Derwall, der es schaffte, die längste unbesiegte Serie aller Trainer hinzulegen. Direkt bei seinem ersten Turnier 1980 wurde er mit seinem Team Europameister und zwei Jahre später stand die Nationalmannschaft im Finale der WM 1982, verlor dies aber knapp gegen Italien.Mit einem Punkteschnitt vo 2,15 Punkten aus 67 Spielen steht er weit oben in der Liste, musste aber nach dem EM-Aus 1984 abtreten.

Helmut Schön

Unter diesem Trainer holte die Nationalmannschaft Titel nach Deutschland. Mit Helmut Schön wurde das Team Europameister 1972 und Weltmeister 1974, zu erwähnen ist auch die WM 1966, bei der man im Finale stand und der 3. Platz bei der WM 1970. Aber bei der WM 1978 gab es dann die Schmach von Corboba, als man gegen Österreich verlor und ausschied. Seine lange Ära war aber dennoch mit 2.1 Punkten im Schnitt aus 139 Länderspielen mehr als erfolgreich.

Jürgen Klinsmann

Als die WM 2006 in Deutschland stattfand, brauchte man einen neuen Trainer, denn davor lief einiges schief. Man konnte nach einigen Kandidaten dann Jürgen Klinsmann überzeugen, der sich des Projekts annahm. Es war ein tolles Turnier, auch wenn am Ende nur der 3. Platz dabei heraussprang. Aber es waren alle begeistert über das junge Team, dem man im Vorfeld wenig zugetraut hat. Nach der WM trat er dann mit einem Schnitt von 2.0 Punkten aus 34 Spielen ab.

Sepp Herberger

Mit diesem Namen verbindet man das Wunder von Bern. Die Nationalmannschaft aus einem kriegsgebeutelten und in der Welt nicht gerade hoch angesehen Deutschland reiste 1954 zur WM und niemand wusste so recht, ob man dort überhaupt ein Spiel gewinnen konnte. Aber mit begeisterndem Fußball und teils neuen Taktikkniffen spielte sich die Elf ins Finale und stand dort den Ungarn gegenüber, die als Übermannschaft galt und jahrelang unbesiegt war, aber dann gewann die DFB-Elf sensationell mit 3:2 und holte ihren ersten Weltmeistertitel.

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