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Deutscher Sprinter Unger wirft Usain Bolt "Riesenverarsche" vor

Der jamaikanische Sprinter Usain Bolt ist nach dem Schwimmer Michael Phelps der alles überragende Sportler dieser Olympiade. Obwohl nicht seine Disziplin, "joggte" er mit Riesenschritten im 100-Meterfinale zu einem neuen Weltrekord und jubelte bereits Meter vor dem Ziel.

Ähnliches schaffte er jetzt auch im 200-Meterfinale, einziger Unterschied: Der Abstand zu seinen Konkurrenten war noch größer. Einen Weltrekord aber gab es auch hier wieder zu bestaunen – einen Läufer wie Usain Bolt hatte die Welt noch nicht gesehen.

Einer aber kann sich darüber gar nicht freuen, der deutsche 200-Meter Läufer Tobias Unger. In einem Interview mit der Sportbild zieht er die Leistungen Bolts ernsthaft in Zweifel und schimpfte: "Ich habe langsam keine Lust mehr!". Er wirft dem IOC vor, Bolt würde viel zu lasch auf Doping kontrolliert werden und spricht von einer "Riesenverarschung".

Besonders die Kontrollen in Bolts Heimatland Jamaika zieht er ins Lächerliche: "Die springen auf ihrer Insel rum, wie sie wollen, denen passiert nichts. Ich muss mich allein hier bei Olympia an- und abmelden, für den Fall, dass wir eine Dopingkontrolle haben." Weiter sagt er, Bolt wisse noch nicht mal, wie man so einen Bogen ausfülle.

Unger kritisiert also insbesondere die Ungleichbehandlung, von Chancengleichheit könne keine Rede sein. Es ist das erste Mal während der Olympischen Spiele in Peking, dass ein Sportler so harte Kritik an seinen Mitstreitern übt. Was letztendlich dabei rauskommt, bleibt allerdings offen.

Quelle: Spiegel-Online
Bild: www.tobiasunger.de

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