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Der Werdegang des Robert Lewandowski

In den letzten Wochen umtrieb die deutsche Sportpresselandschaft nur eine Frage: Zu welchem Verein wechselt Robert Lewandowski nach dieser Saison? Der FC Bayern München stand ganz hoch im Kurs, auch Manchester United sollte es sein. Die Fans des BVB sind inzwischen nur noch genervt. Und Borussia Dortmunds Chef Hans-Joachim Watzke sprach am 3. März im DSF-Doppelpass Klartext und sagte, dass Lewandowski auch im nächsten Jahr noch bei Borussia Dortmund spielen wird. Sein Vertrag läuft noch bis Juli 2014.

Doch woher kommt dieser Hype um den polnischen Nationalspieler? Wir werfen mal einen Blick auf seine bisherige Karriere. Angefangen mit dem Fußballspielen hat der in Warschau geborene Lewandowski in den Fußballvereinen seiner Heimatstadt. Von Delta Warschau wechselte er dann zum Stadtrivalen Legia Warschau. Er spielte dann als 17-Jähriger in der zweiten Mannschaft des polnischen Spitzenclubs. Ein Jahr später kickte er dann für den Drittligisten Znicz Pruszków. Lewandowski stellte dort schon seine Treffsicherheit unter Beweis. In 27 Spielen machte er 15 Tore, wurde Torschützenkönig und führte das Team zum Aufstieg in die zweite Liga. Dort machte er dann in 32 Spielen 21 Tore und war wieder der treffsicherste Spieler der Liga.

Die Erstligaclubs seines Heimatlandes waren da schon längst auf ihn aufmerksam geworden. 2008 unterschrieb er dann mit 20 Jahren einen Vierjahresvertrag bei Lech Posen. Er traf direkt im ersten Spiel und am Ende der Saison wurde er zum Newcomer des Jahres 2008 gewählt. Schon 2009 wollte Jürgen Klopp ihn zu Borussia Dortmund lotsen, aber der Transfer scheiterte am Veto von Lech Posen. Ein Jahr später klappte es dann. Nach zwei Saisons in Posen mit 32 Toren in 58 Spielen wechselte er zu Borussia Dortmund.

Dort musste er sich zunächst hinten anstellen. Denn Lucas Barrios war der Stürmer Nummer 1. Lewandowski wurde hauptsächlich eingewechselt. Trotzdem machte er in seiner ersten Saison für den BVB acht Tore und war damit bester Joker der Bundesliga. Gleichzeitig durfte er die Deutsche Meisterschaft feiern.

In der Saison 2011/2012 profitierte er dann von einer Verletzung seines Sturmrivalen Lucas Barrios. Robert Lewandowski bestritt in der Hinrunde alle Spiele von Anfang an. Als Barrios wieder genesen war, sah Trainer Jürgen Klopp keine Veranlassung, sein eingespieltes Team zu wechseln. Lewandowski erwies sich als vielseitiger und flexibel einsetzbar gegenüber dem reinen Strafraumstürmer und von Defensivarbeit nicht so begeisterten Barrios. Am Ende der Saison war der BVB überlegen erneut Deutscher Meister und dazu noch DFB-Pokalsieger. Im Finale gegen Bayern markierte der Pole drei Tore beim 5:2-Sieg. In der Liga erzielte er 22 Treffer und war damit drittbester Torschütze.

Auch in der aktuellen Saison läuft es für den Polen, der in 2011 und 2012 jeweils zum Fußballer des Jahres in seinem Heimatland gewählt wurde, sehr gut. Und deswegen sind auch inzwischen viele Vereine an ihm interessiert. Doch für welchen Verein er demnächst spielen wird, ist noch ungewiss. Derzeit ist es der BVB und wenn es nach deren Fans gehen würde, sollte das auch noch lange so bleiben.

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