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DFB sagt Hilfe für homosexuelle Fußballprofis zu

Profifußball und Homosexualität, für viele passt beides nicht zusammen. Dabei gibt es kaum ein Event, bei dem sich Männer häufiger in den Arm fallen und sogar bei Torerfolg abküssen. Doch dass der ein oder andere davon auch schwul sein kann, das können viele nicht glauben. Es ist aber so, denn Fußball ist auch nur ein Abbild der Gesellschaft. Ein homosexueller Fußballprofi äußerte sich nun in einem Interview mit dem Magazin Fluter der Bundeszentrale für politische Bildung zu seinem Doppelleben und seinen Ängsten.

Seinen Namen gab der Bundesligaspieler aber nicht preis. Er habe zu viel Angst um seine Sicherheit und vor Reaktionen der Fans im Stadion. Nun äußerten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bayern-Präsident Uli Hoeneß und DFB-Präsident Wolfgang Niersbach zu dem Thema. Die Bundeskanzlerin sagte, dass Deutschland ein Land ist, in dem man sich eigentlich nicht fürchten brauche und sie hoffe, dass diese Angst bei den betroffenen Personen bald abgebaut sind.

Uli Hoeneß glaubt, dass es nur noch eine Frage der Zeit sei, bis sich die homosexuellen Fußballprofis outen könnten. Die Vereine müssten sich darauf vorbereiten und gute Antworten auf viele Fragen, die dann entstehen würden, parat haben. Die Fußballprofis selbst müssten aber entscheiden, ob sie ihre Neigungen öffentlich machen wollten oder nicht Hoeneß wollte auch nicht garantieren, dass es in fremden Stadien nicht zu negativen Reaktionen kommen könnte, sollte ein schwuler Profi sich outen. Der Bayern-Präsident sagte betroffenen Personen aber jeden Schutz zu.

Wolfgang Niersbach verspricht Hilfe

Auch DFB-Präsident Wolfgang Niersbach versprach Hilfe für homosexuelle Fußballprofis. "Jegliche Hilfe" werde der Verband anbieten. Aber es sei weiterhin die Privatsache eines jeden Profis, welche sexuellen Neigungen er habe. Das sollte in einer toleranten Gesellschaft sowieso keine Rolle spielen, so Niersbach.

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