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Das gab es nie zuvor: Die olympische Fackel erlosch kurzzeitig in Russland

Das gab es vor Olympischen Spielen bislang nicht: Kurzzeitig nachdem Russlands Staatspräsident Wladimir Putin die olympische Fackel an einen der traditionellen Fackelläufer übergab, erlosch die Flamme noch vor den Toren des Kreml. Ein Mann half mit einem Feuerzeug.

Russlands Staatspräsident Wladimir Putin empfing die olympische Flamme 124 Tage vor Eröffnung der XXII. Olympischen Winterspiele 2014. Das Feuer wurde eigens mit einem Charterflugzeug der Aeroflot von Athen nach Moskau übersandt und mit einer Eskorte auf den Roten Platz gebracht.

Dort entzündete Putin die olympische Feuerschale und eröffnete damit den olympischen Fackellauf. Einer der Fackelläufer, der frühere russische Schwimmer Shavarsh Karapetyan, trug daraufhin die Fackel durch ein Tor des Kremls, wobei sie kurzzeitig erlosch. Karapetyan blickte sichtlich irritiert und hilfesuchend umher, schnell half ein Mann mit einem handelsüblichen Feuerzeug aus und rettete die olympische Tradition.

Am vergangenen Samstag war die Flamme nach ihrer traditionellen Entzündung im historischen Panathinaikos-Stadion von Athen an die russische Delegation übergeben worden. Griechenlands Präsident Karolos Papoulias war Ehrengast dieser Zeremonie. Der offizielle olympische Fackellauf durch Russland nach Sotschi folgt nun erwartungsgemäß.

FOTOS: Sotschi - der Austragungsort der Olympischen Winterspiele 2014

Die XXII. Olympischen Winterspiele 2014 werden am 7. Februar 2014 in der Stadt Sotschi am Schwarzen Meer im dortigen Olympiastadion "Fischt" offiziell eröffnet. Das Feuer des Fackellaufs wird zuvor von 14.000 Fackelträgern über eine Strecke von nahezu 65.000 Kilometern getragen und passiert dabei 83 Regionen und 2.900 Städte in Russland. Geplant ist auch, dass es Station auf der internationalen Raumstation ISS macht und mit einem Atomeisbrecher am Nordpol erscheint.

Im russischen Staatsfernsehen wurde der in der olympischen Geschichte bislang einmalige Vorgang nicht näher kommentiert. Russische Blogger argwöhnten indes, der Vorfall sei ein schlechtes Omen für Putins Prestigeprojekt.

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