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Wie sich der Fußball nach der Coronakrise ändern wird

Seit Anfang März wurde die Sportwelt nach und nach lahm gelegt, immer mehr Großereignisse wurden abgesagt, in der Bundesliga und den anderen Top 5-Ligen in Europa wird nicht mehr Fußball gespielt, Tennisturniere werden reihenweise verschoben und so wirklich weiß niemand, wie es weitergehen soll. Fußballvereine, egal aus welcher Liga, fürchten um ihre Existenz, Insolvenzen werden befürchtet, Clubangestellte müssen in Kurzarbeit, Fußballprofis verzichten auf Gehalt, all das hat man vor wenigen Wochen nicht für möglich gehalten. Aber nun ist es Realität. Nach der Coronakrise wird sich einiges ändern in der Sportwelt, vor allem im Fußball. Eins wird aber immer noch genau so bleiben, wenn die Fans endlich wieder ihren geliebten Fußball wieder haben, als Bonus oben drauf gibt es dann wieder viel mehr Möglichkeiten, Sportwetten abzuschließen und die bleiben immer noch spannend und aufregend.


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Warum es zu Schieflagen kommen wird

Zunächst sollten wir mal klären, warum viele Vereine überhaupt in finanzielle Schwierigkeiten kommen werden. Denn man sollte ja meinen, dass es nur vier Wochen ohne Fußball sind und das sollte man doch mal überstehen, in der Sommerpause findet ja auch nichts statt. Das ist so nicht ganz richtig. Das größte Problem ist gerade, dass es nicht sicher ist, ob das komplette Fernsehgeld von Sendern wie Sky und DAZN ausgeschüttet wird, denn momentan können die ja keine Livespiele übertragen und dann gibt es auch nichts. Viele Vereine haben aber mit diesem Geld kalkuliert und wenn das jetzt nicht da ist, reißen Gehaltsforderungen der Angestellten und Spieler Löcher in die Kasse. Die Sommerpause ist ebenfalls durchgeplant mit Sponsorenterminen und ähnlichen Dingen, die Geld hereinspülen. Wenn aber nun im Sommer die Saison zu Ende gespielt werden muss, fehlt dies auch. Dazu kommen natürlich die fehlenden Ticketeinnahmen. Dieses Problem bleibt bestehen, denn mehr als Geisterspiele wird es nicht geben. Darüber hinaus werden Sponsoren ihre Zahlungen einstellen, wenn ihre Banner nicht mehr im Fernsehen zu sehen sind.



Ablösesummen

Die Ablösesummen sind in schwindelerregende Höhen geraten. Inzwischen haben wir uns ja schon daran gewöhnt, dass für Toptalente oder Superstars dreistellige Millionenbeträge auf den Tisch geknallt werden müssen. Man kann sich kaum vorstellen, dass dies nach der Coronakrise noch möglich. Alle Vereine, egal, ob sie reich sind oder schon immer an der Kante gewirtschaftet haben, werden viel Geld verlieren, weil kein Sport stattfindet, keine Fernsehgelder kassiert oder Tickets verkauft werden und deswegen können sie auch nicht mehr so viel zahlen. Natürlich wird es immer noch den ein oder anderen Milliardär und Mäzen eines Clubs geben, der den Wahnsinn mitmacht, aber Vereine aus der Bundesliga werden sparen müssen.


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Gehälter

Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis und wir Fußballfans haben viel nachgefragt, also gab es ein immer höheres Angebot an Spielen. Dadurch gab es immer mehr Einnahmen für die Vereine und die Spieler konnten immer mehr Gehalt verlangen. Topstars in der Bundesliga kommen inzwischen auf ein zweistelliges Millionengehalt. Ob das noch so möglich ist, wird sich zeigen, aber man darf davon ausgehen, dass es erst mal keine Gehaltserhöhungen geben wird. Allerdings werden sich auch in Zukunft die Fußballprofis immer noch ein schickes Auto leisten können.



Ohne Solidarität geht es nicht

Wenn man die Bundesliga in der jetzigen Form behalten möchte, müssen alle Vereine untereinander Solidarität zeigen. Es wird den ein oder anderen Grenzfall geben, der am Rande der Insolvenz steht. Und wenn schon die beiden größten Vereine der Liga, Bayern München und Borussia Dortmund, etwas rumquängeln, dann kann man erahnen, in was für eine schwierige Situation diese Pandemie alle Vereine von der Bundesliga bis runter zur Kreisliga gebracht hat. Manche Vereine müssen ihre besten Spieler vielleicht verkaufen, um die anderen bezahlen zu können. Noch ist nicht abzusehen, wie groß die Löcher in der Kasse der Vereine sein werden, aber spurlos wird diese fußballfreie Zeit an niemandem vorbeigehen. Manche behaupten ja auch, dass es nahtlos mit diesen astronomischen Summen und wirren Plänen wie europäische Super League weitergehen wird, sobald der Virus besiegt wurde. Das können wir uns aber nicht vorstellen.


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