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Plötzlicher Freispruch für Alberto Contador entsetzt Experten

Was sich im internationalen Radsport derzeit abspielt, betrachtet die Fachwelt nur noch mit bloßem Entsetzen – der des Dopings angeklagte dreimalige Radsprofi Alberto Contador wurde vom spanischen Radverband plötzlich und völlig überraschend frei gesprochen. Obwohl Contador keinerlei Beweise für seine Unschuld vorlegen konnte, glaubte der spanische Verband nun aus heiterem Himmel die Geschichte vom angeblich verdorbenen Fleisch.

Contador kann somit pünktlich zum Start der neuen Saison wieder in den Sattel steigen. Zuletzt hatte man mit einer Sperre von zwei, mindestens aber von einem Jahr gerechnet, nun machte der spanische Verband eine totale Kertwende. Dopingexperten sind empört, setzt doch der bereits arg in der Kritik stehende spanische Verband seine ignorante Haltung bei Dopingverfahren fort.

Zuletzt wurde auch Contadors Landsmann Alejandro Valverde freigesprochen, obwohl er eindeutig mit Pseudonym auf der Liste des berühmt gewordenen Dopingarztes Eufemiano Fuentes geführt wurde und ihm Blutbeutel zugeordnet werden konnten. Der deutsche Anti-Doping Experte Werner Franke ist fassungslos: 'Die Spanier machen sich lächerlich. Da ist eine Kabarett-Nummer. Jetzt muss Einspruch eingelegt werden.'

Nun haben die Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) und der Radsport-Weltverband UCI genau einen Monat Zeit beim Internationalen Sportgerichtshof Einspruch einzulegen. Verfahren in der Schweiz aber ziehen sich meist über Jahre hin, mit einer Sperre für Contador ist kaum mehr zu rechnen. Dieser zeigte sich indes überglücklich. 'Die Gerechtigkeit hat gesiegt. Wir hoffen, dass die UCI keinen Einspruch einlegt', erklärte der Dopingsünder Contador nach dem Freispruch dreist und wird weitermachen können wie bisher.

Quelle: N-tv.de
Bild: YouTube

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