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Confed-Cup: Brasilianer protestieren gegen Fußball-WM 2014

Der Confed Cup 2013 in Brasilien wird derzeit überschattet von Protesten. Bis zu 200.000 Brasilianer ziehen auf die Straßen, um gegen Korruption und Misswirtschaft zu protestieren. Die Fußball-WM 2014 und die Olympischen Spiele 2016 brachten den erwarteten wirtschaftlichen Aufschwung bisher nicht. Im Gegenteil, es ist sogar ein wirtschaftlicher Abschwung zu spüren.

Statt einer spürbaren Verbesserung stiegen die Buspreise und viele Brasilianer mussten wegen der Umbauten, die die sportlichen Großereignisse verlangten, umgesiedelt werden. Auch wenn einige Städte die Buspreise wieder gesenkt haben, so geht doch die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander.

Am Montag gingen deswegen 200.000 Menschen auf die Straßen, am Dienstag waren es noch 50.000. Die Proteste liefen friedlich ab. FIFA-Präsident Sepp Blatter kann dies mal wieder alles nicht verstehen und sagt nur: "Brasilien hat diese WM verlangt, wir haben Brasilien diese Weltmeisterschaft nicht aufgezwungen. Sie wussten, um die WM zu bekommen, müssen Stadien gebaut werden." Immerhin sagt der Schweizer, dass er verstehen könne, wenn die Menschen in Brasilien nicht glücklich seien.

Die brasilianische Nationalspieler unterstützt die Protestler. Stars wie Kaka, Dante von Bayern München, Juninho oder Hulk nutzten Facebook oder Twitter, um sich mit dem brasilianischen Volk zu solidarisieren. Auch Nationaltrainer Felipe Scolari steht auf der Seite der Protestler.

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