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Champions League: Bremen holt Punkt in Mailand - Bayern vielleicht Opfer in Bestechungsskandal

Dem SV Werder Bremen ist es gestern abend gelungen bei der zweiten Champions-League-Begegnung der Saison einen Punkt in Mailand zu holen. Nach der enttäuschenden Nullnummer beim Auftakt gegen Famagusta war Trainer Thomas Schaaf nicht gerade euphorisch, was das Spiel bei den starken Italienern angeht. Nun ist wieder alles drin mit zwei Punkten aus zwei Spielen.

Dabei erwischten die Bremener keinen guten Start. Nach 13 Minuten brachte Maicon Inter Mailand in Führung. Der Ball landete direkt vor den Füßen des Brasilianers nach einer unglücklichen Ping-Pong-Einlage zwischen Baumann und Naldo. Werder blieb weiter ungefährlich, stand aber immerhin hinten stabiler als noch am Wochenende beim 5:4 gegen Hoffenheim. So ließen sie nur wenige Chancen der Weltstars Adriano und Ibramihovic zu, konnten kurz vorm Halbzeitpfiff dann auch selbst mal vorstoßen und landeten einen überraschenden Pfostenschuss. In der zweiten Hälfte wurde Bremen dann stärker und Claudio Pizarro verwertete nach 68 Minuten ein Flanke vom starken Mesut Özil zum Ausgleich. Obwohl man kurz vor Schluss noch eine Chance zum Siegtreffer vergab feierten die Werder-Fans das 1:1 gegen Inter wie einen Sieg. Trainer Thomas Schaaf fasste zufrieden zusammen: "In der ersten Halbzeit waren wir ein bisschen zu zaghaft, inder zweiten Halbzeit waren ganz andere Aktionen zu sehen."

Das andere Spiel in Bremens Champions-League-Gruppe B konnte Famagusta gegen Panathinaikos Athen mit 3:1 für sich entscheiden. Damit stehen die Bremener vorerst an dritter Stelle der Tabelle, ein Sieg gegen Athen ist quasi Pflicht. Außerdem konnte der rumänische Meister CFR Cluj gegen die Millionentruppe vom FC Chelsea ein 0:0 erkämpfen, damit bleibt es spannend in der Gruppe A. Generell ist nach zwei Spielen noch für alle das Weiterkommen drin, besonders gut sieht es momentan für Atlético Madrid, Real Madrid, Liverpool und den FC Barcelona aus. Sie alle sind mit zwei Siegen in die Champions League gestartet.

Während auf dem Fußballplatz ums Weiterkommen gekämpf wird, ermitteln spanische Staatsanwälte in einem möglichen Bestechungsfall der letzten UEFA-Cup-Saison. Der russische Sieger Zenit St. Petersburg soll mehrfach durch Manipulation als Sieger vom Platz gegangen sein. Russische Unterweltgrößen sollen für die Beeinflussung von Halbfinale und Finale zwischen 20 und 40 Millionen Euro gezahlt haben, abgefangene Telefongespräche werden derzeit untersucht. Bei Zenit werden die Bestechungsvorwürfe als Beleidigungen empfunden und zurückgewiesen: "Wer die Spiele sah, weiß, dass es eine ehrliche und kompromisslose Auseinandersetzung war", sagte ein Vereinssprecher.

Sollte etwas an den Anschuldigungen sein, beträfe das auch den FC Bayern München. Der war im Halbfinale im Mai überraschend hoch mit 4:0 in St. Petersburg untergegangen. Derzeit prüfen Juristen in München die Aussagen und werden bald Stellung beziehen. Für die laufende Champions- League-Saison und den UEFA-Cup kann man nur hoffen, dass solche Bestechungsangelegenheiten ausbleiben.

Quelle: FAZ.net, n-tv.de
Bild: UEFA.com

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