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Bundesliga denkt über eigenen Pay-TV-Sender nach

Seit Jahren schon läuft das Geschäft des Bezahlsenders Sky (vormals Premiere) nicht so gut wie in anderen Ländern – weil damit auch die Einnahmen der Bundesligavereine im internationalen Vergleich deutlich zurück bleiben, denken die Club-Bosse nun über einen eigenen Pay-TV-Sender nach. Als erster preschte nun der Geschäftsführer vom VfL Wolfsburg Thomas Röttgermann mit dieser Idee nach vorne.

Gegenüber dem Handelsblatt erklärte er: 'Die Liga muss am Szenario eines eigenen Senders arbeiten. Die Vereine sind stark genug, ein autonomes Bundesliga-Fernsehen auf die Beine zu stellen. Das unternehmerische Risiko ist angesichts der Attraktivität des Fußballs überschaubar.' Aber ein gänzlich eigener Ligakanal, ist das in Deutschland denkbar?

Fakt ist, auch Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge macht sich große Sorgen über die schlechten Zahlen des Senders Sky. Auch er beklagte kürzlich, dass es in Deutschland in zwanzig Jahren nicht gelungen sei, das Bezahlfernsehen in Deutschland zu etablieren. Künftig müssten mindestens 800 Millionen Euro erzielt werden, wenn man mit den internationalen Top-Ligen mithalten wolle - doch dieses Ziel scheint weit entfernt.

In England werden Erlöse von sogar 1,2 Milliarden erzielt, und solange Sky die Rechte noch bis 2013 gesichert hat, dürfte es problematisch werden. Als Problem betrachtet Rummenigge zudem die Abo-Kopplung der Kunden an zusätzliche Spielfilmkanäle – ein eigener Pay-TV-Sender der Bundesliga hätte den Vorteil, dass es ausschließlich Fußball im Angebot gäbe, für die Kunden wäre das ein übersichtlicher Vorteil.

Bild: Youtube 1 und 2

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