Excite

Udo Lattek ist tot: Rückblick auf die Karriere der Trainer-Legende

Eine deutsche Trainerlegende ist tot: Wie am Mittwoch bekannt wurde, verstarb Udo Lattek schon am Sonntag, den 1. Februar 2015 im Alter von 80 Jahren. Wir geben einen Rückblick auf Latteks Leben, das er ganz dem Fußball gewidmet hatte.

Udo Lattek gilt als der erfolgreichste Vereinscoach Deutschlands - mit Bayern München und Borussia Mönchengladbach gewann er als Trainer acht deutsche Meistertitel.

Fotos: Twitter

Insgesamt gewann Lattek in seiner Trainerlaufbahn 15 Titel. Der Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hat seinen ehemaligen Lehrmeister als "Glücksfall für den FC Bayern München" bezeichnet.

Lattek stand von 1965 bis 1970 in den Diensten des Deutschen Fußball-Bundes.

Im August 2013 wurde Udo Lattek anlässlich der 50-Jahres-Feier der Bundesliga dafür mit einem Ehrenpreis ausgezeichnet. Aufgrund seiner schon fortgeschrittenen Parkinson-Krankheit konnte er aber damals nicht persönlich an der Würdigung teilnehmen.

Lattek stand von 1965 bis 1970 in den Diensten des Deutschen Fußball-Bundes.

Im August 2013 wurde Udo Lattek anlässlich der 50-Jahres-Feier der Bundesliga dafür mit einem Ehrenpreis ausgezeichnet. Aufgrund seiner schon fortgeschrittenen Parkinson-Krankheit konnte er aber damals nicht persönlich an der Würdigung teilnehmen.

Udo Lattek wurde am 16. Januar 1935 im ostpreußischen Landkreis Sensburg geboren. Als Spieler war er nie herausragend. Als Coach hingegen wurde er legendär. Einmal hatte er gesagt: "Dem Fußball habe ich alles zu verdanken."

Im Jahr 1970 war Lattek Assistent von Bundestrainer Helmut Schön. Über diesen Job schaffte er dann auch den Sprung in den Profibetrieb der Liga.

Franz Beckenbauer hatte ihn damals nach München gelotst. Lattek gewann dann 1972 mit den Bayern auch den ersten seiner 15 Titel. Berühmtheit erlangte damals die Achse aus Torwart Sepp Maier, Franz Beckenbauer und Gerd Müller.

Sepp Maier sagte später: "Er war wie ein zwölfter Spieler. Ich habe ihn nie als einen Trainer empfunden, eher als einen Kumpel." Lattek habe zudem immer für Euphorie und positive Stimmung unter den Spielern gesorgt.

Dreimal in Folge, 1972, 1973 und 1974, war Udo Lattek deutscher Meister mit den Bayern. Zudem gewannen die Bayern 1974 unter der Leitung von Lattek als erste deutsche Mannschaft den Europapokal der Landesmeister - mit einem 1:1 und einem 4:0 im Wiederholungsspiel gegen den Atletico Madrid.

Im Januar 1975 verließ er die Bayern und ging nach Mönchengladbach, Dortmund, Barcelona, Köln, Schalke und erneut zu Dortmund.

Zusammen mit seinem Assistenten Matthias Sammer führte Lattek den BVB im Jahr 2000 aus der Abstiegszone.

Dreimal in Folge, 1972, 1973 und 1974, war Udo Lattek deutscher Meister mit den Bayern. Zudem gewannen die Bayern 1974 unter der Leitung von Lattek als erste deutsche Mannschaft den Europapokal der Landesmeister - mit einem 1:1 und einem 4:0 im Wiederholungsspiel gegen den Atletico Madrid.

Im Januar 1975 verließ er die Bayern und ging nach Mönchengladbach, Dortmund, Barcelona, Köln, Schalke und erneut zu Dortmund.

Zusammen mit seinem Assistenten Matthias Sammer führte Lattek den BVB im Jahr 2000 aus der Abstiegszone.

Nach dem Trainergeschäft erlangte Udo Lattek erneut Kultstatus - als Zeitungskolumnist und als Fussball-Experte in der TV-Sendung "Doppelpass" bei, Sender Sport1.

An seinem 75. Geburtstag gestand Udo Lattek, dass er über den Tod nicht nachdenke: "Wenn es Zeit ist zu gehen, dann ist es eben so weit." und: Seine persönliche Selbsteinschätzung war: "Grundsätzlich kann ich sagen, dass ich mehr richtig als falsch gemacht habe." Damals war die Trainer-Legende noch gesund.

Im Jahr 2013 wurde dann Parkinson bei Udo Lattek diagnostiziert. Am 1. Februar 2015 starb Lattek im Alter von 80 Jahren.

Bis zuletzt hatte er in einer Kölner Betreuungseinrichtung gelebt, Lattek wurde von seiner Frau Hildegard gepflegt.

Hildegard Lattek sagte noch vor wenigen Wochen gegenüber der "Sport Bild", dass ihr Mann sich "das anders gewünscht" habe. "Dass er nun im Rollstuhl sitzen muss, um sich fortzubewegen, ist keine schöne Sache für so einen aktiven Mann." Sie habe aber trotzdem den Eindruck gehabt, "dass er an vielem Freude hat". So beispielsweise an seiner Enkelin, die er seine "Kleine" nannte.

Hildegard Lattek sagte noch vor wenigen Wochen gegenüber der "Sport Bild", dass ihr Mann sich "das anders gewünscht" habe. "Dass er nun im Rollstuhl sitzen muss, um sich fortzubewegen, ist keine schöne Sache für so einen aktiven Mann." Sie habe aber trotzdem den Eindruck gehabt, "dass er an vielem Freude hat". So beispielsweise an seiner Enkelin, die er seine "Kleine" nannte.

Deutschland - Excite Network Copyright ©1995 - 2017