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Aus mit dem Kreischen: Stöhnverbot im Damentennis wird durchgesetzt

Wenn sich Stars wie Maria Sharapova und Victoria Azarenka auf dem Tenniscourt begegnen, wird’s heftig. Die besten Spielerinnen der Welt stöhnen bis zu 120 Dezibel laut – das ärgert viele Fans. Auch Boris Becker hatte sich bereits 2008 über das Stöhnen der Tennisspielerinnen beschwert. Jetzt wird endlich gehandelt - allerdings nur im Juniorinnen-Bereich.

'Es ist nicht fair, die aktuelle Generation dazu zu zwingen. Wir haben uns mit Experten beratschlagt und sind zu dem Schluss gekommen, dass ein Verbot negative Auswirkungen auf die Leistung haben könnte,' heißt es in einem Statement der Spielerinnen-Gewerkschaft WTA.

Bei den jungen Spielerinnen soll lautes Kreischen mit Punktabzug bestraft werden. Dabei soll eine Spielerin den Punkt erhalten, falls sie von seiner Gegnerin absichtlich gestört wird. Bei einer unabsichtlichen Irritation soll der Punkt wiederholt werden.

Als vor kurzem ein Journalist Australian-Open-Siegerin Asarenka, von der australischen Zeitung The Age zur 'First Lady des Gekreisches' gekrönt, auf ihr Geschrei ansprach, schimpfte die Weißrussin: 'Schnarchen Sie? Ja? Dann wissen sie ja, wie es ist, wenn man gewisse Eigenarten nicht ablegen, aber auch nicht steuern kann. Außerdem hat sich bei mir noch niemand beschwert. Nur Schwächlinge jammern.' Angesichts der Protestwelle gibt sich auch Scharapowa betont trotzig. 'Niemand, der wichtig genug wäre, hat mir geraten, etwas zu ändern', sagte die Russin.

Michael Stich hat gegen das Seufzen und Stöhnen radikale Vorschläge. Der frühere Wimbledonsieger schlug sogar einmal die Konfrontations-Therapie vor, um die Damen zum Schweigen zu bringen: 'Man sollte den Spielerinnen einfach ein Video vorspielen. Dann würden sie merken, welche Geräusche sie so von sich geben', sagte er: 'Und sie würden es dann schnellstens sein lassen.'

Es bleibt allerdings noch offen, ab welchem Alter die neue Anti-Stöhn-Regelung greifen soll.

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