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Am Ende der Paralympics 2008

Die Paralympics 2008 in Peking sind zu Ende und das wird heute noch mit einer Abschlusszeremonie gefeiert. Dominiert haben, wie erwartet, die Chinesen. Auch wenn sie die angepeilten 100 Goldmedaillen nicht holen konnten, so haben sie mit insgesamt 211 Medaillen mehr als doppelt so viele wie die Athleten aus Großbritannien auf dem zweiten Platz. Das deutsche Team liefert auch eine ordentliche Leistung ab. Mit 14 Goldmedaillen landeten unsere Athleten am Ende zwar nur noch auf Platz 11 in der Gesamtwertung, trotzdem waren viele erfreuliche Erfolge dabei.

Gestern z.B. gab es noch die erste Medaille seit 20 Jahren für die Rollstuhlbasketball-Damen. Zwar veloren die deutschen Athletinnen die Final-Partie gegen die USA mit 50:38, konnten sich aber dennoch über das herausragende Silber freuen. Am selben Tag sorgte Weitspringer Woijtek Czyz mit seinen 6,50 Meter nicht nur für einen neuen Weltrekord, sondern auch für die letzte deutsche Goldmedaille bei den Paralympics 2008. Außerdem holte Sprinterin Claudia Nicoleitzik nach ihrem Erfolg über 200 Meter nun auch noch die Silbermedaille über die halbe Distanz. Ebenso erging es den Tischtennisdamen im Teamwettbewerb, sie mussten sich im Finale gegen die Chinesinnen geschlagen geben.

Insgesamt waren es also gute Paralympics in Peking, sowohl für die deutsche Athleten, als auch aus der Gesamtperspektive. Das fand auch der deutsche Chef de Mission Dr. Karl Quade. "Peking hat sich mit einem abenteuerlichen Aufwand ins Zeug gelegt, und die Athleten haben sich sehr wohl gefühlt", sagte der ehemalige Golmedaillengewinner. Die Deutschen wollten zwar den achten Platz von vor vier Jahren in Athen verbessern, man war aber dennoch zufrieden. Doping war nur ein kleines Thema bei den Paralympics 2008. Drei Gewichtheber aus Mali, der Ukraine und Pakistan wurden überführt, während der Fall des deutschen Rollstuh-Basketballers Ahmet Coskun nicht gewertet wurde, weil ein Haarwuchsmittel für die positive Probe verantwortlich war.

Die erfolgreichste Deutsche bei den Spielen war die Schwimmerin Kirsten Bruhn, die fünf Mal auf dem Treppchen stand, davon auch ein Mal mit einer Goldmedaille. Die gelähmte Reiterin Hannelore Brenner gewann zwei Goldmedaillen und der armamputierte Radfahrer Wolfgang Sacher holte ein Edelmetall in jeder Farbe. Mit Tischtennis-Spieler Rainer Schmidt und Leichtathletin Marianne Buggenhagen beenden zwei der deutschen Top-Athleten außerdem ihre Karriere. Buggenhagen konnte mit Gold im Diskuswurf auch den passenden Abschluss finden und darf heute bei der Abschlussfeier die Fahne für das deutsche Team halten: "Jetzt trage ich die Fahne aus dem Stadion und dann ist es vorbei. Ich freu mich drauf", sagte die 55-Jährige.

So sind die meisten Sportler und Verantwortlichen doch zufrieden mit dem Verlauf des Wettbewerbs. Quade nannte zwar "zwei kleine Ausreißer in der Organisation", aber besonder viele Athleten sprachen am Ende von den Paralympics 2008 in Peking als die besten Spiele, die sie je erlebt hätten.

Ausschnitt aus dem Medaillenspiegel am Ende

  • 1. China 89x Gold - 70x Silber - 52x Bronze: 211 Gesamt
  • 2. Großbritannien 42x Gold - 29x Silber - 31x Bronze: 102 Gesamt
  • 3. USA 36x Gold - 35x Silber - 28x Bronze: 99 Gesamt
  • ...
  • 11. Deutschland 14x Gold - 25x Silber - 20x Bronze: 59 Gesamt
Quelle: FOCUS Online, dbs-npc.de
Bild: paralympic.beijing2008

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