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Alberto Contador nach hinterhältiger Attacke bei der Tour nun in Gelb

Vom Gedanken des Fair Play scheint der spanische Radprofi Alberto Contador wahrlich noch nie etwas gehört zu haben – auf der 15. Etappe der Tour de France 2010 nutzte er einen technischen Defekt seines größten Widersachers Andy Schleck gnadenlos aus und schob sich ins Gelbe Trikot. Nach der Zieleinfahrt zahlten es ihm die Radsportfans mit einem gellenden Pfeifkonzert heim.

Das ganze ereignete sich bei einem Berganstieg ca. 20 Kilometer vor dem Ziel – Schleck hatte zu einer eigenen Attacke auf seinen Kontrahenten angesetzt, als diesem die Kette vom Rad sprang. Doch anstatt anzuhalten und zu warten, wie dies Jan Ullrich bei einem Sturz von Lance Armstrong vor Jahren ohne zu zögern tat, trat Contador mächtig in die Pedalen.

Während dessen versuchte Schleck nervös die Kette zu reparieren, doch am Ende musste er ganze 39 Sekunden auf Contador einbüßen. Nun liegt der Spanier wieder 8 Sekunden vor dem Luxemburger, doch der Schummel-Sieger war sich hinterher keiner Schuld bewusst. Dreist behauptete er: 'Als ich an ihm vorbei gefahren bin, habe ich nicht gewusst, dass er einen Defekt hatte. Das habe ich erst später erfahren, aber da war der Vorsprung schon zu groß.'

Und auch Schleck selbst zeigte sich einigermaßen enttäuscht von Contador. 'Er bekommt dafür sicher keinen Fair Play Preis. Mein Bauch ist voller Ärger, ich werde Revanche nehmen', so Schleck. Nun wird sich zeigen, wer die 97. Tour de France für sich entscheiden wird – nachdem mehr oder weniger erschummelten Gelb für Contador ist auf jeden Fall für reichlich Zündstoff in diesem Jahr gesorgt.

Quelle: Sport1.de
Bild: Youtube 1 und 2

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