Excite

3 Tage bis Olympia 2008 – der letzte Stand aus Peking

Jetzt sind es nur noch drei Tage bis zum Beginn der Olympisches Sommerspiele 2008 in Peking – wir geben einen Überblick über die jüngsten Ereignisse und werfen einen zusätzlichen Blick auf die Probleme, die in Peking noch immer akut sind.

Am Dienstag Vormittag (Ortszeit) wurde das deutsche Team offiziell im Sportlager begrüßt. Bei der Zeremonie im olympischen Dorf wurde die Nationalhymne gespielt und die schwarz-rot-goldene Fahne gehisst. Insgesamt nahmen die ersten 100 deutschen Sportler an der Begrüßung teil.

Weniger erfreuliche Nachrichten aber gibt es aus einer anderen Ecke zu berichten. Nachdem vier Tage vor der Eröffnung der Spiele in der 4.800 Kilometer entfernten Region Xinjiang bei einem Terroranschlag 16 Polizisten getötet wurden, verschärfen chinesischen Behörden jetzt noch einmal drastisch die Sicherheitsmaßnahmen.

Die chinesischen Behörden machten für den terroristischen Anschlag die muslimische Minderheit der Uiguren verantwortlich, die in dieser Region beheimatet sind. Diese fühlen sich seit langem von China unterdrückt, und offiziell hatte man die muslimische Minderheit mehrfach als "größte Bedrohung für die Olympischen Spiele" bezeichnet.

Aber auch sonst liegt noch vieles im Argen, viel Zeit aber bleibt den Verantwortlichen nicht mehr. Von gesperrten Websites und unangekündigten Polizeibesuchen für Journalisten war bereits häufig die Rede, ebenso von den tausenden unterbezahlten Wanderarbeitern, die für die futuristischen Olympia-Bauten zu Hungerlöhnen schuften. Um den Glanz der Spiele aber zu garantieren, wurden diese genau wie die meisten Bettler und Prostituierten kurzerhand aus der Stadt gebracht.

Ebenso ergeht und erging es auch chinesischen Intellektuellen wie kritischen Journalisten – auch sie wurden rechtzeitig vertrieben oder verhaftet. Alles im Dienste der Sicherheit für Olympia versteht sich... Dieser dienen auch die drei eingerichteten Kontrollgürtel rund um die Stadt. Unter dieser klagen nicht nur Journalisten und Offizielle sondern auch die normale Bevölkerung. Übermäßige Passkontrollen und stundenlange Staus gehören jetzt zum Alltag.

Neben zahlreichen anderen Schikanen wie der Versuch eines generellen Rauchverbots oder Ernährungsvorschriften bleibt zuletzt noch das leidige Thema des Smogs und des Schmutzes. Versprochen hatte China "grüne und ökologische Olympische-Spiele", noch immer aber hängt eine große Dunstglocke über der Stadt und taucht das Olympiastadion in einen grauen stinkenden Schleier. Häufig hatten Wissenschaftler bereits gewarnt, dass die Luftverhältnisse eine Katastrophe für die Leistungen der Sportler darstellen könnten. Wir werden also abwarten müssen, welche Leistungen bei Olympia 2008 in Peking am Ende gebracht werden können.

Quelle: N-tv.de, Zeit-Online, Süddeutsche.de, ARD.de, Welt-Online
Bild: Olympic.org

Deutschland - Excite Network Copyright ©1995 - 2017